Seminar: Energetische Bewertung

Was der Energieausweis aussagt und warum die Energieklasse langfristige Kostenfolgen hat.

Eine Zahl mit langen Konsequenzen

Der Energieausweis ist beim Immobilienkauf gesetzlich vorgeschrieben. Er zeigt an, wie viel Energie ein Gebäude je Quadratmeter und Jahr verbraucht. Die Skala reicht von Klasse A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient). Ein Haus der Klasse F kann jährliche Heizkosten verursachen, die deutlich über denen eines vergleichbaren Gebäudes der Klasse B liegen.

Was viele Käufer nicht wissen: Bei einer Sanierungspflicht nach dem Gebäudeenergiegesetz können nach dem Kauf Investitionen nötig werden, die in keinem Kaufpreis eingepreist sind. Das Seminar erklärt, wie der Ausweis gelesen wird, welche Pflichten sich daraus ergeben können und wie diese mit den übrigen Kaufnebenkosten zusammenhängen.

Energieausweis-Dokument für eine Immobilie wird geprüft

Was das Seminar behandelt

Das Seminar verbindet energetische Bewertung mit den finanziellen Nebenkosten des Kaufs.

01

Energieausweis verstehen

Bedarfs- und Verbrauchsausweis, was sie jeweils aussagen und warum der Unterschied für Käufer relevant ist. Welche Klasse welche Heizkosten bedeuten kann, dargestellt an konkreten Beispielen in Euro pro Jahr.

02

GEG-Sanierungspflichten

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt in bestimmten Fällen nach einem Eigentümerwechsel Modernisierungsmaßnahmen vor. Welche Fristen gelten und welche Kosten typischerweise entstehen.

03

Finanzierungsnebenkosten im Detail

Bereitstellungszinsen entstehen, wenn das Darlehen abgerufen, aber noch nicht vollständig ausgezahlt wurde. Bewertungsgebühren berechnet die Bank für die Wertermittlung. Kontoführungsgebühren und Grundschuldbestellungskosten kommen hinzu. Alle Positionen mit typischen Beträgen.

04

Instandhaltungsrücklage einschätzen

Wie die Rücklage in der WEG-Abrechnung ausgewiesen wird, wie die II. Berechnungsverordnung als Richtwert dient und was eine Unterdeckung für zukünftige Sonderumlagen bedeuten kann.

05

Eigentümer- vs. Mieter-Abrechnung

Die Nebenkostenabrechnung einer Eigentümergemeinschaft enthält Positionen, die im Mietverhältnis nicht auftauchen. Hausverwaltungsgebühr, Rücklagenzuführung und Sonderumlagen. Wie diese Positionen zu lesen sind.

06

Gesamtkostenbetrachtung

Am Ende steht eine vollständige Aufstellung: Kaufpreis, Grunderwerbsteuer je nach Bundesland, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision, Finanzierungsnebenkosten und laufende Eigentümerkosten. Alles zusammen in einem Rechenbeispiel.

Energieklasse F: Was das kosten kann

Vergleich zwischen zwei Wohngebäuden gleicher Größe in München, unterschiedliche Energieklasse.

Position Klasse B (gut) Klasse F (schlecht)
Heizkosten pro Jahr (100 m²) ca. 900 € ca. 2.600 €
Differenz pro Jahr – ca. 1.700 €
Differenz über 10 Jahre – ca. 17.000 €
Mögliche Sanierungskosten (Dämmung, Heizung) – 30.000 – 80.000 €

Näherungswerte. Individuelle Kosten hängen von Baujahr, Gebäudetyp und Energiepreisen ab. Keine Beratungsleistung.

Grunderwerbsteuer-Vergleich

Wie hoch ist die Steuer in Ihrem Bundesland? Alle 16 Länder mit konkreten Rechenbeispielen.

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Fragen zum Seminar

Inhaltliche Fragen oder Hinweise auf Aktualisierungsbedarf können über das Kontaktformular übermittelt werden.

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