Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Warum der Unterschied zwischen Bayern und Brandenburg bei einem Kaufpreis von 450.000 Euro mehr als 13.000 Euro ausmacht.
Was ist die Grunderwerbsteuer?
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Erwerb von Grundstücken und Immobilien in Deutschland anfällt. Sie wird auf den Kaufpreis erhoben und ist vom Käufer zu bezahlen. Seit 2006 haben die Bundesländer das Recht, den Steuersatz selbst festzulegen. Das hat dazu geführt, dass sich die Sätze zwischen 3,5 und 6,5 Prozent bewegen. Die Steuer wird fällig, sobald der Kaufvertrag beim Notar beurkundet wurde, und ist in der Regel innerhalb von vier Wochen nach dem Steuerbescheid zu zahlen.
Erst wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt ist, stellt das Finanzamt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Ohne diese Bescheinigung kann der Käufer nicht ins Grundbuch eingetragen werden. Das bedeutet: Die Zahlung der Steuer ist eine Voraussetzung für den vollständigen rechtlichen Eigentumsübergang.
Alle 16 Bundesländer im Vergleich
Stand: 2026. Steuersätze können sich ändern. Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Werte zu Informationszwecken.
Bayern vs. Brandenburg: Die Differenz in Zahlen
Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro zahlt ein Käufer in Bayern 17.500 Euro Grunderwerbsteuer. Der gleiche Kauf in Brandenburg kostet 32.500 Euro. Die Differenz beträgt 15.000 Euro. Bei 350.000 Euro sind es noch 10.500 Euro Unterschied.
Das ist Geld, das vollständig aus Eigenkapital oder Fremdkapital aufgebracht werden muss, denn die Grunderwerbsteuer wird von keiner Bank in das Hypothekendarlehen einbezogen. Sie muss vom Käufer direkt gezahlt werden, bevor die Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt wird.
Basis: 500.000 Euro Kaufpreis
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